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Interview mit Lutz Jäncke, Zürcher Professor für Neuropsychologie (Weltwoche Nr.38/2006)

Was ist wichtiger, das Talent oder das Elternhaus?
Beide sind unabdingbar. Leistung ist immer eine Funktion von Wollen mal Können mal Möglichkeit. In der Regel stehen hinter einer exzeptionellen Leistung neben Begabung unheimlich viel Motivation und unheimlich viel Training.

Der amerikanische Psychologe John Watson hat einmal gesagt, aus jedem Kind könnte man einen Spezialisten seiner Wahl machen: einen Arzt, Rechtsanwalt oder Künstler, ja sogar einen Dieb.
Unser Gehirn ist viel lernfähiger, als wir es bislang vermutet haben. Ich habe selber die genetischen Komponenten früher überschätzt.

Dann können wir also steuern, was aus unseren Kindern wird?
Im Prinzip, ja. Aber vergessen sie nicht: Leistung ist Wollen mal Können mal Möglichkeit. Und das Hauptproblem bei den Kindern ist, das Wollen, also die Motivation. Wenn ein Kind keine Lust hat, können sie mit ihm machen was sie wollen - die Erziehungsbemühungen bleiben fruchtlos.

Waren die Schüler früher motivierter als heute?
Was normale schulische Leistungen angeht: eindeutig.

Überforderung entsteht dort, wo Kinder zuviel Wahlmöglichkeiten haben. Und das ist vor allem in der Freizeit. Nicht die schulischen Inhalte überfordern die Kinder, sondern die ausserschulischen.

Was machen die Finnen besser?
Sie konzentrieren sich zunachst ganz auf die Grundfertigkeiten: Lesen, Schreiben und Rechnen. Das lernen sie und zwar gut. (...) Ich halte nichts vom drauflosschreiben und Fehler nicht korrigieren. Neuropsychologisch ist das Unsinn. (...) Deswegen gibt es soviele Schüler, die die Rechtschreiung nicht beherrschen.

19.7.09 13:41

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